
Jubilar Werner Kaiser
* Boppard.* Werner ist als sechster von acht Kindern in Elspe im Sauerland geboren und aufgewachsen.
Nach absolvierter Bäckerlehre wurde er mit 20 Jahren in den Krieg eingezogen, war zunächst an der Ostfront, später an der Westfront,
wo er in amerikanische Gefangenschaft geriet. Als letztes Mitglied seiner Familie kehrte er nach sechs Monaten in Nebraska nach Hause zurück.
Alle seine Brüder haben den Krieg überlebt. Nach seiner Bäckermeisterprüfung absolvierte er ein Studium zum Gewerbelehrer und kam 1953 an die Berufsbildende Schule Boppard,
die in seinem ersten Jahr noch im Karmelitergebäude, dem jetzigen Rathaus, untergebracht war. Gern erinnert er sich an seine Kollegen Peiseler, Heimes, Schmickler und den Schulleiter,
Herrn Protz, dessen Ehefrau ebenfalls Jahrgang 1920 ist. Im Schulsekretariat lernte er Monika kennen; die beiden heirateten 1955 und bekamen fünf Kinder.
Werner war alleiniger Lehrer für das Nahrungsgewerbe und unterrichtete Bäcker, Köche und Kellner. Um den Schülern aus dem Gastronomiegewerbe,
die in der Hochsaison dem Unterricht fern blieben, bessere Arbeits- und Schulbedingungen zu ermöglichen, wurde unter Werners pädagogischer Verantwortung erstmalig in Rheinland-Pfalz
der Blockunterricht eingeführt. 1980 ging Werner in Pension und wurde Mitglied der Vinzenz-Konferenz, bei der er bis zu seinem 90. Lebensjahr aktiv war.
Seine Naturverbundenheit und die Liebe zu seinem Garten, den er bis heute noch bewirtschaftet, haben Körper und Geist fit gehalten und so erntet er auch jetzt noch selbst die Beeren im Garten, die seine Frau Monika zu Marmelade verarbeitet. Das Brot dazu backt der Jubilar auch heute noch nach altem Rezept einmal in der Woche.
Seine Naturverbundenheit und die Liebe zu seinem Garten, den er bis heute noch bewirtschaftet, haben Körper und Geist fit gehalten und so erntet er auch jetzt noch selbst die Beeren im Garten, die seine Frau Monika zu Marmelade verarbeitet. Das Brot dazu backt der Jubilar auch heute noch nach altem Rezept einmal in der Woche.
Rhein-Hunsrück-Anzeiger 28/2020, 08. Juli 2020
